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Vor Tische las man’s anders: Die Missverständnisse der frühen Jahre

Beitrag in der Zeitschrift "Berliner Republik" (6/2004) vom 10. November 2004

Als wir im Oktober 1999 dem großen Hauptstadt-Medienpublikum das erste Heft unserer neuen politischen Zeitschrift vorstellten, wurde es gelesen wie eine Regierungserklärung. Was würden diese jungen Leute machen, wenn sie jetzt zu bestimmen hätten?

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Präsentation der Erstausgabe der „Berliner Republik“

Vorstellung der Zeitschrift am 5. Oktober 1999 auf dem Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz

Wozu diese Zeitschrift? Erstens, weil es Zeit wird, daß sich die politische Generation der Nach-68er auf ihre Möglichkeiten, ihre Aufgaben und ihre Verantwortung besinnt und beginnt, ihre eigene politische Programmatik und Philosophie zu entwickeln. Bisher hörten wir immer: „Euch gibt′s ja gar nicht!“ Und tatsächlich waren bis vor kurzem kaum Sozialdemokraten unter 50 in der Öffentlichkeit zu sehen. Es gab einen Generationenbruch. Das wird jetzt, endlich, in Bund und Ländern ein bißchen anders.

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Unsere Berliner Republik

Zur Aneignung einer schillernden Metapher

Beitrag in der Zeitschrift „Berliner Republik“ (1/1999) vom 5. Oktober 1999

„Dümmlich“, sagt Altkanzler Kohl, sei das Gerede von Bonner und Berliner Republik. Nur ein Umzug von Büros und Sitzungssälen, nichts weiter! Die Honoratioren der guten alten Bundesrepublik, Herzog, Schäuble, Rau, auch Thierse, wehren sich gegen die hoffnungsvolle Rede von einer „Berliner Republik“, die jetzt anbreche. Was sollte sich schon groß ändern?

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